Archiv für November 2010

Kein Neonaziangriff bleibt unbeantwortet!

Am 27. November alle nach Cottbus! Zusammen gegen Naziterror!

27.11. | 14 Uhr| Cottbus, am Gladhouse (Straße der Jugend 16)
ZUGVERBINDUNGEN:
POTSDAM:
HBF – Abfahrt: 11:22 Uhr – Gleis 4 – Ankunft Berlin: 11:58 Uhr
BERLIN: OST-BHF – Abfahrt: 12:13 Uhr – Gleis 1 – Ankunft in Cottbus: 14:10
ALLE INFOS UNTER: www.antifa-cottbus.de
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Kommt zur Silvio-Meier-Demo 2010

geschrieben von Antifaschistische Linke Berlin

Im November jährt sich der Todestag des – von Neonazis ermordeten – Antifaschisten und Hausbesetzer Silvio Meier. Jedes Jahr gibt es in Gedenken an ihn eine große Antifa-Demonstration im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Auch dieses Jahr organisieren Antifa-Gruppen eine Demo. Die Antifaschistische Linke Berlin ruft dieses Jahr auf unter dem Motto „Staat | Repression | Pressehetze | Naziterror – Gegen Anti-Antifa auf allen Ebenen“ ein Zeichen zu setzen und kraftvoll die Unversöhnlichkeit mit diesem Staat auf die Straße tragen.

Veranstaltung »Her mit der Silvio-Meier-Straße«:
Sonntag | 14.11. 2010 | 18 Uhr | Theaterkappelle | Boxhagenerstr. 99

Ausstellung »Für Silvio«:
13. bis 15. November 2010 | 14 bis 20 Uhr
Theaterkappelle | Boxhagenerstraße 99

Demo: Samstag | 20. November 2010 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariter Str.
Soliparty: Samstag | 20. November 2010 | 22 Uhr | K9 | Kinzigstraße 9
Mahnwache: 21. November 2010 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariter Str.

Aufruf zur Demo [PDF] | Wer war Silvio Meier? | Antifabündnis | Video-Interview mit Silvio

Siempre Antifascista 2010

Siempre Antifascista 2010
Übergriffe, Morde und Pogrome- Ausdruck der als offiziell besiegt geglaubten rechten Einstellungsmuster haben Hochkonjunktur. Antiziganismus, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie- von der Gesellschaft getragen, vom Staat legitimiert und gemeinschaftlich praktiziert. Nationalistische und rechtspopulistische Ideologien und Tendenzen rücken gerade im europäischen Rahmen die Gesellschaften weit nach rechts- und äußern sich in Gefahren für die physische Existenz jener, die bspw. aufgrund ihrer sozialen, geographischen Herkunft sowie der sexuellen oder politischen Orientierung nicht dem Rechtsruck folgen (dürfen). Die rechtsradikalen Bewegungen in Europa und global prophezeien den „Rassen- bzw. Kulturkrieg“ und vernetzen sich verstärkt. Grenzüberschreitende Kooperationen unter dem Banner des sogenannten Ethnopluralismus, für „ein Europa der Vaterländer“ (NPD), sorgen für erstarkende Neonazistrukturen bei Kameradschaften und Parteien.
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Wehret den Anfängen – Antisemitismus bekämpfen!

An dem heutigen Dienstag den 9.November haben wir, die United against racism and isolation (URI), die Antifa Gruppe Oranienburg (AGO) und die Linksjugend [’solid] Oberhavel, uns in der Havelstraße 5 versammelt um an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der Reichspogromnacht wurden, mit einer Kranzniederlegung zu gedenken. Heute vor 72 Jahren tobte der Nazimob auf den Straßen und zerstörte jüdische Geschäfte, Wohnungen, Schulen und schändete jüdische Friedhöfe und Gotteshäuser. Jüdinnen und Juden wurden ihrer Existenz beraubt, gepeinigt, misshandelt, verhaftet, in Konzentrationslager verschleppt oder getötet.

In der Havelstraße 6 stand einst eine Synagoge in Oranienburg. Sie wurde 1848 erbaut und zu dem Gebäude gehörten eine Schule, Lehrerwohnungen und ein Mikwe. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde diese durch SA-Männer und weitere AnhängerInnen der nationalsozialistischen Partei NSDAP zerstört.

Die Reichspogromnacht läutete den Beginn der staatlich systematischen Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung ein. In dieser Nacht wurden deutschlandweit 1400 jüdische Gotteshäuser, 7.500 jüdische Geschäfte, Wohnungen, Gemeindehäuser und Friedhöfe vernichtet, 30.000 jüdische MitbürgerInnen wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt, 72 Personen kamen ums Leben. Das nationalsozialistische Regime setzte in der „Reichskristallnacht“ die Verletzung der Menschenrechte bewusst als Mittel einer fundamental werdenden Politik gegenüber Jüdinnen und Juden. Die große Mehrheit der Deutschen spendete Beifall oder schaute weg und schwieg – nur wenige tätigten Hilfe für ihre jüdischen NachbarInnen.

Die Reichpogromnacht und der systematische Vernichtung von Jüdinnen und Juden, religiöser, ethnischer und politischer Minderheiten sollen uns mahnend in Erinnerung bleiben. Es bleibt unsere Pflicht gesellschaftliche Fehlentwicklungen entgegen zu wirken!

Wehret den Anfängen – Antisemitismus bekämpfen!
Damals – Heute – Morgen – zu jeder Zeit, an jedem Ort!

Die unendliche Geschichte einer Diskriminierung – Antisemitismus heute

Vortrag von Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung
DO 11.11.2010
Beginn: 18 Uhr
Evangelisch-methodistische Kirche Oranienburg,
Julius-Leber-Str. 26, 16515 Oranienburg
Eintritt frei!

Durch die Machtübernahme der Nazis im Jahre 1933 fanden jüdische Gemeinden in Brandenburg ein jähes Ende. Diejenigen Mitglieder, die nicht im Exil Zuflucht suchten, wurden vertrieben und ermordet. Thora und Talmud, Rabbiner und Chanukka: Die meisten Nichtjuden wissen heute sehr wenig über die jüdische Religion und ihre Traditionen. Sie können sich jüdisches Leben, wie es vor dem Holocaust in Deutschland stattgefunden hat, gar nicht mehr vorstellen. Dennoch stimmen laut Bevölkerungsumfragen 14 Prozent der brandenburgischen Bevölkerung der These zu, dass „der Einfluss der Juden auch heute noch zu groß sei“, dabei leben z.B. in Potsdam gerade einmal 800 Bürger jüdischen Glaubens. Woher rührt dieser Antisemitismus? Wie verbreitet sind antisemitische Vorstellungen?
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