Oberhaveler Neonazi verurteilt

Am gestrigen Dienstag fand um die Mittagszeit ein Prozess gegen den NPD-ler Andreas Rokohl [1] am Oranienburger Amtsgericht statt. Er wurde angeklagt einen Journalisten im April beleidigt zu haben.

Die Tat wurde bei einer Veranstaltung der Courage-Elser-Initiative Oranienburg [2] begangen. Während im Saal des Bürgerzentrums Georg Elser vorgestellt werden sollte, stellten sich mehrere Neonazis vor die Scheiben. Dabei hielten sie Schilder hoch auf denen Namen von Opfern des Elser-Anschlages zu lesen waren. Unter den Neonazis befanden sich die NPD-Abgeordneten Reimar Leibner[3] und Detlef Appel[4], die NPD-ler Andreas Rokohl und Burkhard Sahner[5], sowie mindestens zwei unbekannte Neonazis.

Als der Journalist Andreas Rokohl auf seine Aktion ansprach, erwiderte dieser laut OGA[6]: „Dich hat man damals vergessen.“ Für diesen Ausspruch wurde Rokohl nun mit einer Geldstrafe von 1750 Euro bestraft. Bei einem Prozess im März 2009[7] konnte er einer Verurteilung noch entgehen.

Bei der Verhandlung am Dienstag war Rokohl nicht alleine. Er wurde von 6 Neonazis geschützt. Darunter waren Lore Lierse[8], Burkhard Sahner und vier Unbekannte, von denen zwei[9] am 1.Mai mit Leibner, Sahner und Rokohl am Naziaufmarsch in Berlin teilnahmen.

[1] Andreas Rokohl; Foto: Apabiz e.V.
[2] Märkische Allgemeine, 12.04.2010
[3] Reimar Leibner; Foto: Apabiz e.V.
[4] Detlef Appel; Foto: Antifa Bernau
[5] Burkhard Sahner; Foto: Apabiz e.V.
[6] Oranienburger Generalanzeiger, 11.01.2011
[7] Märkische Allgemein, 20.03.2009
[8] Artikel über Lore Lierse
[9] Unbekannte am 1.Mai; Fotos: Antifa

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