Archiv für September 2012

Ofenstadt Velten wehrt sich gegen Neonazis

Nazis nutzen Kundgebung gegen Verbot des „nationalen Fußballturniers“ als Ausweichveranstaltung für Dortmund / ehemaliger Rechtsterrorist auf der Kundgebung / JN-Versammlungsleiter trägt Trikot des Oranienburger FC

Am gestrigen 01. September führten die Jungen Nationaldemokraten (JN) eine Kundgebung mit rund 70 Teilnehmer*innen am Veltener Rathaus durch. Anlass dafür war die Ablehnung der Nutzung des Sportplatzes des örtlichen Rugbyvereins durch den Verein und die Stadt. Schon im Dezember 2011 beschlossen Veltener Abgeordnete in einer Satzung, dass die Nutzung von städtischen Räumen für politische Veranstaltungen verboten sei. Durch diese Regelung konnte die JN ausgesperrt werden. Etwa 12 Mannschaften waren angemeldet und wollten mit Zelten anreisen. Das in rechten Szenekreisen als „antiimperialistisch“ bekannte Fußballturnier wird jedes Jahr um den 01. September veranstaltet und fand in der Vergangenheit in Oranienburg (2007), Potsdam (2009), Teltow Fläming und weiteren Städten statt und galt als wichtige Vernetzungsveranstaltung. Am 1. September 1933 überfiel Deutschland Polen und leitete damit den Anfang des zweiten Weltkrieges und somit den Beginn der Shoa und den Vernichtungskrieg gegen seine Gegner*innen ein. Heute wird an diesen Datum öffentlich für Frieden und gegen Krieg eingestanden. Bundesweit versuchen Neonazis den 1. September für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. So wollen sie linke Positionen besetzen und verschleiern den mörderischen Imperialismus Deutschlands in der Zeit von 1933 – 1945.
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