Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Auflösungserklärung

Hiermit geben wir, die Antifa Gruppe Oranienburg, unsere Auflösung bekannt. Unser Blog, die Facebookseite und auch der Twitter werden nicht gelöscht, aber auch nicht weiter bedient.
Sollten es nach der Auflösung zu Veröffentlichungen oder ähnlichem mit dem Label „Antifa Gruppe Oranienburg“ kommen, so haben diese nichts mit der aufgelösten Gruppe zu tun.
Bildet sich ein neuer antifaschistischer Zusammenhang in Oranienburg/Oberhavel bitten wir dies bei der Labelsuche zu berücksichtigen.

Die E-Mail-Adresse wird ebenfalls nicht mehr bedient. Anfragen zum Thema Neonazis in Oberhavel können an die Genoss_innen und Kolleg_innen beim Apabiz in Berlin, dem APAP in Potsdam oder Inforiot gerichtet werden.

Hausdurchsuchung bei Antifas war rechtswidrig! Alles nochmal auf einem Blick.

Landesgericht Neuruppin: Hausdurchsuchung war rechtswidrig!

Am 20. Juni 2012 ließ das Landesgericht Neuruppin verkünden, dass die Hausdurchsuchung bei Mitglieder*innen der Antifa Gruppe Oranienburg am 01.02.2012 rechtswidrig war. Nachdem der erste Widerspruch vom Amtsgericht Neuruppin abgewendet wurde (wir erinnern: das war das Gericht, welches die Hausdurchsuchung abgesegnet hatte), sprach der Beschluss der Beschwerde in zweiter Instanz eine deutliche Sprache.Das Landgericht schrieb: „auf die Beschwerde des Beschuldigten […] wird festgestellt, dass der Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts vom 05.01.2012 […] rechtswidrig ist und […] der Beschluss des Amtsgerichts Neuruppin vom 02.04.2012 aufgehoben (wird)“.

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Zweite Stellungnahme zur Hausdurchsuchung

Vor etwa vier Wochen durchsuchten Polizeikräfte aus Berlin und Brandenburg die Wohnräume von Mitgliedern der Antifa Oranienburg. In dieser zweiten Stellungnahme wollen wir uns bei den vielen Menschen und Gruppen bedanken, die sich solidarisch zeigten und wollen näher auf den Umgang von Polizeikräften mit der Antifa Oranienburg eingehen.

Wir möchten uns bedanken bei der Linkspartei Oberhavel und der Linkspartei Oranienburg, dem Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg, der Sozialistischen Jugend Falken Brandenburg, dem Hennigsdorfer Ratschlag, dem Zeppi 25 aus Potsdam, den Street Pirates Prenzlau, dem flämischen Blogger Klaus Pollmann, dem DGB Brandenburg/Havel, dem Infoportal Wilmersdorf-Charlottenburg und den vielen Einzelpersonen die uns in den letzten Tagen geschrieben haben.

Näher beleuchten möchten und müssen wir in dieser zweiten Stellungnahme allerdings das falsche Spiel der Sicherheitsbehörden.
Vorab weisen wir die Behauptung zurück, dass Mitglieder unserer Gruppe den Brandenburger Sicherheitsbehörden „bereits wegen verschiedener Delikte bekannt gewesen“ seien. Selbst wenn Personen wegen „verschiedener Delikte“ bekannt seien, stellt sich dabei die Frage, ob deshalb eine Hausdurchsuchung durchgeführt werden muss, um an Informationen zu gelangen, die den Sicherheitsbehörden in Oranienburg bereits seit mehreren Jahren bekannt sein müssten.
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Wider dem Liberalextremismus?!

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein ausführlicher Jahresrückblick folgen, doch die FDP Oberhavel hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bereits mehrmals in diesem Jahr konnten wir über sie negativ berichten(1,2). Die Protagonist*innen waren dabei hauptsächlich Helmuth Reitmeyer, Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Mitglied im Landesvorstand, sowie Dr. Hans Jürgen Oberlack, der Vorsitzende der FDP Oberhavel und Bürgermeister der Stadt Glienicke. Beide zeigten, dass sie kein Problem haben mit Verharmlosung des historischen wie neuen Nationalsozialismus. Mehrfach, fast zielgerichtet, agitierte Reitmeyer gegen „Linksextremismus“, den er in der Linkspartei und in „der Antifa“ ausmachte. Dabei nutzte er Lügen als Argumentationsmuster und benannte Strukturen, die seit längerem nicht mehr existent sind, als „Linksextremisten“. Dazu kam noch eine Prise vom historischen Antikommunismus der FDP, zum Beispiel durch Herrn Oberlack. (mehr…)

Dritter Neonaziladen binnen eines Jahres geschlossen

1 Jahr 3 Läden

Seit 2004 hatte Oranienburg einen unscheinbaren kleinen Neonaziladen. Nun gaben die Neonazis freiwillig auf und zogen zum 30.09.2011 aus, obwohl ihr Mietvertrag noch bis zum 31.12.2012 galt. Zeit für einen ausführlicheren Rückblick auf diesen Laden, seine Schließung und andere Neonaziobjekte oder von Neonazis genutzt Objekte.
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Don Quijote zieht weiter durch Oberhavel

.Das Oberhaveler Pendant zu Don Quijote hat wieder zugeschlagen und diesmal sich wahrlich an die optische Täuschung seiner literarischen Vorlagen gehalten. Er schlug und schlägt auf einen Drachen ein, den es real nicht gibt, glaubt aber wie die Kunstfigur an dessen Realität und hackt ums andere Mal nach. Gemeint ist der böse „Linksextremismus“ im Landkreis Oberhavel.

Helmuth „Don Quijote“ Reitmayer und seine Sancho Pansas aus der FDP Oberhavel erhalten derzeit irritierender Weise eine Möglichkeit nach der anderen um die Bürger_innen Oberhavels zu erklären, wo der Feind steht. Doch gehen wir der Reihenfolge nach vor.
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Wenn eine Suppe versalzen ist, kann mensch sie nicht durch weiteres Salz retten.

Nationalismus und Rassismus in der Zivilgesellschaft Oberhavels

Es ist schon erstaunlich, was wir als lokale Dorf-Antifagruppe immer wieder lesen und hören dürfen. Ob es direkte Anfeindungen sind, in dem Transparente von befreundeten Gruppen in Demoauflagen verboten werden oder Anti-Naziakteure gegen die „schwarze Mafia aus Berlin“ bzw. den „Hausbesetzern aus Kreuzberg“ hetzen. Grundlegend gibt es mit einigen Gruppen und Initiativen in Oberhavel Probleme in der Zusammenarbeit gegen „Rechts“, aber nicht nur aus dem Grund, dass diese autonome Politik nicht verstehen und diese diskreditieren. Ein viel größeres Problem stellt der Inhalt dar, den solche Gruppen rausposaunen. Gruppen aus Oberhavel, bzw. Sprecher_innen dieser fordern laut einem MAZ-Artikel den Nationalismus sich nicht von Neonazis „wegnehmen zu lassen“ sondern stattdessen diese „positiv zu besetzen“.
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Wenn die Säulen kippen…die NPD auf der Straße und im Kreistag

Die Woche, in der die selbsternannte „wehrhafte Demokratie“ sich lächerlich machte ist nun zu Ende. Begonnen hatte alles mit drei angemeldeten Kundgebungen der JN Oranienburg, an jedem der Tage fanden sich mal weniger und mal mehr Protestierende ein.
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