Archiv der Kategorie 'Antifa'

Emil Wendland – Am 01.Juli 1992 von Neonazis ermordet

Niemand ist vergessen!
Emil Wendland – Am 01.Juli 1992 von Neonazis ermordet

Am 01. Juli 1992 wurde im Neuruppiner Rosengarten der 50-jährige Emil Wendland von einer Gruppe Neonazis ermordet. Die Täter wollten einen „Assi klatschen“. Nachdem Sie ihn brutal misshandelten, stach der 21-jährige Haupttäter 7 Mal auf den bereits Bewusstlosen ein und tötete ihn so. In diesem Jahr jährt sich der Mord an Emil Wendland zum 20.Mal. Dies nehmen wir zum Anlass für eine Reihe von Veranstaltungen. So wird am 01.Juli ein Denkmal im Gedenken an Wendland enthüllt. Am 07.Juli werden wir eine antifaschistische Demo in Neuruppin veranstalten, die ein entschlossenes Zeichen gegen rechte Gewalt und soziale Ausgrenzung setzen und für eine solidarische Gesellschaft eintreten soll.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Neonazi-Aufmärsche und gerade in letzter Zeit Angriffe auf unsere Leute und das alternative Hausprojekt JWP Mittendrin in Neuruppin. Lassen wir die Brandenburger Genoss_innen nicht allein mit ihrem Naziproblem! Zeigt eure Solidarität!
Kommt zum Berliner Zugtreffpunkt!

Berliner Zugtreffpunkt:
07.07.2012 | 14:00 Uhr | S-Bahnhof Gesundbrunnen | Gleis 4 | Abfahrt: 14:22 Uhr

Antifa-Demo:
07.07.2012 | 15:30h | Bahnhof Reinsberger Tor (Neuruppin) | Flyer: hier

Unterstützt durch:
North-East Antifascists [NEA] | Antifa Initiative Nord-Ost [AINO] | Antifa
Gruppe Oranienburg [AGO]

mehr: hier.

Bundesweites Antifa-Camp vom 24.08.- 02.09.2012 in Dortmund

Warum Dortmund

Dortmund ist seit Jahren für sein Naziproblem bekannt. Der sogenannte “Nationale Antikriegstag” hat ähnlich wie das faschistische “Gedenken” an die Bombardierung Dresdens bundesweite Bedeutung für die Naziszene. Zudem machen Dortmunder Nazistrukturen, wie der “Nationale Widerstand Dortmund (NWDO)” und die “Skinhead-Front Dorstfeld”, immer wieder durch offensive Aktionen, bewaffnete Übergriffe und Anschläge von sich reden. Im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld haben sich neonazistische Strukturen über Jahre hinweg durch mehrere Wohngemeinschaften und das “Nationale Zentrum” ausbreiten können.
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Marcel Fiedler wieder auf Bewährung – the never ending story

Wieder ist ein Oberhaveler Neonazi vor Gericht verurteilt. Wieder gab es keine Haftstrafe und es wurde unabhängig von vorherigen Taten, der Gefahr für die Gesellschaft und einem möglichen politischen Hintergrund, ein Urteil gefällt. Zum mutmaßlich sechsten Mal betraf es dabei den 27 Jährigen Hennigsdorfer Neonaziaktivisten Marcel Fiedler.
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Ausstellung: »Opfer rechter Gewalt«

12. bis 23. März | Die Ausstellung porträtiert 156 Menschen, die rechter Gewalt von 1990 bis 2010 zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremen kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung … 

Die Ausstellung ist werktags von 9-15 Uhr, Dienstag und Donnerstag bis 17 Uhr geöffnet und wird pädagogisch begleitet. Anmeldungen für Gespräche mit Schulklassen ab Stufe 9 sind im Vorfeld der Ausstellung per E-Mail unter register[at]fibb-oranienburg[.]de möglich oder unter der Telefonnummer (03301) 57 34 46 (Kreisjugendring Oberhavel). Anmeldungen werden bis Ende Februar entgegen genommen und gelten als bestätigt, wenn eine Rückmeldung durch den Förderverein für interkulturelle Bildung und Begegnung FiBB e.V. (Träger des Forums gegen Rassismus und rechte Gewalt) erfolgt.

Die Ausstellung wurde von Rebecca Forner in Zusammenarbeit mit dem Verein »Opferperspektive e. V.« und mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt. In Oberhavel wird sie vom »Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt«, unterstützt durch den Landkreis Oberhavel, gezeigt.  

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.opfer-rechter-gewalt.de

Veranstaltungsort
Louise-Henriette-Gymnasium
Dr.-Kurt-Schumacher-Str. 8
16515 Oranienburg

Telefon (03301) 59270
Telefax (03301) 592726

E-Mail: Schule@LHG-Oranienburg.de
www.lhg-oranienburg.de

Zweite Stellungnahme zur Hausdurchsuchung

Vor etwa vier Wochen durchsuchten Polizeikräfte aus Berlin und Brandenburg die Wohnräume von Mitgliedern der Antifa Oranienburg. In dieser zweiten Stellungnahme wollen wir uns bei den vielen Menschen und Gruppen bedanken, die sich solidarisch zeigten und wollen näher auf den Umgang von Polizeikräften mit der Antifa Oranienburg eingehen.

Wir möchten uns bedanken bei der Linkspartei Oberhavel und der Linkspartei Oranienburg, dem Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg, der Sozialistischen Jugend Falken Brandenburg, dem Hennigsdorfer Ratschlag, dem Zeppi 25 aus Potsdam, den Street Pirates Prenzlau, dem flämischen Blogger Klaus Pollmann, dem DGB Brandenburg/Havel, dem Infoportal Wilmersdorf-Charlottenburg und den vielen Einzelpersonen die uns in den letzten Tagen geschrieben haben.

Näher beleuchten möchten und müssen wir in dieser zweiten Stellungnahme allerdings das falsche Spiel der Sicherheitsbehörden.
Vorab weisen wir die Behauptung zurück, dass Mitglieder unserer Gruppe den Brandenburger Sicherheitsbehörden „bereits wegen verschiedener Delikte bekannt gewesen“ seien. Selbst wenn Personen wegen „verschiedener Delikte“ bekannt seien, stellt sich dabei die Frage, ob deshalb eine Hausdurchsuchung durchgeführt werden muss, um an Informationen zu gelangen, die den Sicherheitsbehörden in Oranienburg bereits seit mehreren Jahren bekannt sein müssten.
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Razzia bei Antifa Gruppe Oranienburg

Heute früh kurz vor 7 Uhr fand in den Wohnräumen von Mitgliedern der Antifa Gruppe Oranienburg eine Hausdurchsuchung statt.
Als Anlass nahmen die Ermittlungsbehörden einen Artikel in der Recherchebroschüre „Blickpunkt 2 Recherche Oberhavel Süd“, welcher sich mit einem Anwalt, der mehrere Neonazis und auch die NPD Oberhavel in den vergangenen Jahren vor Gericht vertrat, auseinandersetzt. Dieser wurde dort als Neonazianwalt betitelt, weshalb nun ein Verfahren wegen übler Nachrede und Verleumdung läuft. Aufgrund dessen, dass ein Screenshot der Homepage des Anwalts ebenfalls abgedruckt wurde, ermitteln sie außerdem wegen einem Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz. Die Broschüre wurde im März 2011 gedruckt und online zum Download angeboten. Nach einer anwaltlichen Verfügung musste die Broschüre bereits im April 2011 vom Hoster blogsport.de heruntergenommen werden.

Während der Hausdurchsuchung wurden mehrere Laptops, Handys, Speichermedien, und Printausgaben der Broschüre beschlagnahmt. Gleichzeitig machten die Beamten Fotos von Mietverträgen, verschiedenen nicht-Antifa Finanzanträgen, Ausbildungsnachweise, verschiedenen Recherchematerialien sowie einem „Keine Stimme den Nazis“ Transparent.

Für uns als Antifa Gruppe Oranienburg stellt dies die Spitze eines Eisberges dar. Die Tomek/MEGA-Kräfte (PMS in Brandenburg) Oranienburgs sind seit der Gründung darauf bedacht die Oranienburger Antifa den Neonazis auszuliefern. In der Vergangenheit ließen sie bei öffentlichen Veranstaltungen und öffentlichen Sitzungen des Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt mehrmals Neonazis im Raum Platz nehmen – obwohl sie wussten, dass diese welche sind und von anderen nicht erkannt wurden. Auch verschickten sie an Mitglieder Zeugenvorladungen für Einträge auf der Chronikseite und prüften z.B. auf dem Weg zu einem Bus, der zum Großaufmarsch nach Dresden fuhr die Personalien von Mitgliedern.

Die örtlichen Mitglieder der Tomek/MEGA zeigten häufig in der Vergangenheit, dass sie kein all umfassendes Bild der örtlichen rechten Szene haben. Wir sehen daher in der Hausdurchsuchung auch die Hoffnung an Informationen, Quellen, etc. zu kommen, die sie nun verwerten können. Die besagte Broschüre wurde in den Lokalmedien z.T. verlinkt und mit positiven Artikeln bedacht. Auch aus der Zivilgesellschaft gab es viel positiven Zuspruch – ein Eifersuchtsverhalten durch eben diesen Beamten ist nicht von der Hand zu weisen.

In Zeiten wo gerade Sicherheitsbehörden und ihrer Arbeit in Frage stehen, da sie lieber in Dresden ein ganzes Stadtviertel, oder Mitglieder des Bundestages überwachen und bei der NSU die Augen fest zudrückten, bzw. diese scheinbar unterstützen – sind wir zwar ein kleines Licht. Doch für die Recherchearbeit in Oberhavel ist das Zeichen klar. Neonazis versuchen immer wieder die Arbeit behindern und die Beamten helfen dabei gerne.

Eine solche Kriminalisierung und auch die Entwürdigung durch die Durchsuchung des privaten Lebensraums wird von uns nicht akzeptiert. Auch werden wir nun nicht mit unserer Arbeit aufhören, sondern weiter recherchieren und die Neonaziszene Oberhavels und ihre Unterstützer*innen aufdecken.

Antifaschismus ist nicht kriminell – sondern notwendig.
Support your local Antifa

Antifa Gruppe Oranienburg 01.02.2012

Aus gegebenen Anlaß haben wir nun einen neuen PGP-Schlüssel:
neuer PGP-Schlüssel: http://antifagruppeoranienburg.blogsport.de/images/0×3F365198.asc
Fingerprint: EEC4 27F2 FB77 B0C9 1810 1095 3BE3 7958 3F36 5198

DD: Willkommen in der 5. Jahreszeit

geschrieben von Antifaschistische Linke Berlin

Aller guten Dinge sind Drei: Auch im Februar 2012 wird es an uns allen liegen, den Neonazi-Aufmarsch in Dresden zu blockieren. Auch dieses Jahr heißt die Parole: „»Gemeinsam, solidarisch und entschlossen!«. Der sächsische Staat und seine Kettenhunde werden uns nicht daran hindern im Februar wieder mit mehreren zehntausend Menschen nach Dresden zu fahren und den Aufmarsch endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte zu verbannen. Dass dem Sächischen Freistaat dies nicht passt zeigte das letzte Jahr und die letzten Monate. Antifaschistische BlockiererInnen waren massiver Repression ausgesetzt.

Deshalb gilt auch für 2012 von Anfang an: Schützt euch vor Überwachung, haltet Eure Wohnungen sauber – mit klarem Kopf in die neue Saison! Einem Bundesland, das es nicht schafft, eine Neonazi-Terrorzelle zu enttarnen und dessen Richter, Faschisten für eine »schützenswerte Minderheit« halten, ist alles zuzutrauen. No Pasaran!

Gedenken an Hans-Jochen Lommatsch


In Gedenken an Hans Joch Lommatsch

Am heutigen Tag, vor 19 Jahren, wurde der 51-jährige Hans-Jochen Lommatsch von zwei Neonazis grundlos erschlagen. Er passte nicht in das „typische“ Opferbild der Neonazis – ein Neonazis sagte vor Gericht aus, dass es „jeden anderen [hätte] treffen können“. Somit skizziert der Mord an Hans-Jochen Lommatsch genau das menschenfeindliche und gewalttätige Weltbild von Neonazis, die keinen Grund/keine Motivation zum Mord brauchen.

Hans-Jochen Lommatsch zählt laut Bundesregierung NICHT zu den Opfern rechter Gewalt. Auch gibt es in Oranienburg derzeit keinen Ort an dem seinem Tod gedacht werden kann – dies wollen und werden wir im kommenden Jahr ändern.

Kein Mensch ist vergessen – Keine Tat wird vergeben
In Gedenken an Hans-Jochen Lommatsch