Archiv der Kategorie 'Berlin/Brandenburg'

Von CDU bis zur NPD geht es nur über den Bund der Vertriebenen

Mitte September fand im Oranienburger Bürgerzentrum eine Festveranstaltung des ansässigen Bund der Vertriebenen (BdV) statt. Bei vorherigen Sitzungen nahmen immer wieder bekannte NPD Persönlichkeiten aus Oberhavel teil. Im vergangenen Jahr gab es die Intention des NPD-Kreisverbandvorsitzenden Thomas Salomon den Vorsitz der Bund der Vertriebenen in Oberhavel zu übernehmen.
(mehr…)

Ofenstadt Velten wehrt sich gegen Neonazis

Nazis nutzen Kundgebung gegen Verbot des „nationalen Fußballturniers“ als Ausweichveranstaltung für Dortmund / ehemaliger Rechtsterrorist auf der Kundgebung / JN-Versammlungsleiter trägt Trikot des Oranienburger FC

Am gestrigen 01. September führten die Jungen Nationaldemokraten (JN) eine Kundgebung mit rund 70 Teilnehmer*innen am Veltener Rathaus durch. Anlass dafür war die Ablehnung der Nutzung des Sportplatzes des örtlichen Rugbyvereins durch den Verein und die Stadt. Schon im Dezember 2011 beschlossen Veltener Abgeordnete in einer Satzung, dass die Nutzung von städtischen Räumen für politische Veranstaltungen verboten sei. Durch diese Regelung konnte die JN ausgesperrt werden. Etwa 12 Mannschaften waren angemeldet und wollten mit Zelten anreisen. Das in rechten Szenekreisen als „antiimperialistisch“ bekannte Fußballturnier wird jedes Jahr um den 01. September veranstaltet und fand in der Vergangenheit in Oranienburg (2007), Potsdam (2009), Teltow Fläming und weiteren Städten statt und galt als wichtige Vernetzungsveranstaltung. Am 1. September 1933 überfiel Deutschland Polen und leitete damit den Anfang des zweiten Weltkrieges und somit den Beginn der Shoa und den Vernichtungskrieg gegen seine Gegner*innen ein. Heute wird an diesen Datum öffentlich für Frieden und gegen Krieg eingestanden. Bundesweit versuchen Neonazis den 1. September für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. So wollen sie linke Positionen besetzen und verschleiern den mörderischen Imperialismus Deutschlands in der Zeit von 1933 – 1945.
(mehr…)

They shall not pass – sie werden nicht durchkommen!

15.09. Potsdam Naziaufmarsch verhindern
Am 15. September 2012 wollen Neonazis des NPD-Kreisverbandes Havel-Nuthe und dessen Umfeld versuchen, in Potsdam zu demonstrieren. Dagegen wird das antifaschistische Bündnis „They Shall Not Pass“ mit allen nötigen Mitteln Widerstand leisten.

Potsdam ist nicht “nazifrei”.

Potsdam hat auch ohne die NPD eine äußerst aktive Neonaziszene. Unangemeldete Demonstrationen und revisionistische Aktionen, zahlreiche Sticker, Flyer und andere Propaganda quer durch die Stadt und eine große aktive Musikszene, mit teilweise überregionaler Bedeutung, prägen eine äußerst vitale Szene. In einzelnen Wohnvierteln ist der Aufenthalt für explizit nicht-rechte Jugendliche gefährlich. Angriffe von Neonazis enden nicht selten auch mit Verletzungen, wie die Vorfälle in den letzten eineinhalb Jahren, insbesondere in Waldstadt, zeigen. (siehe Chroniken des Antifaschistischen Pressearchiv Potsdam)
Wir sind nicht bereit diese Verhältnisse zu akzeptieren und setzen den Neonazis einen antifaschistischen Selbstschutz entgegen.
Der Kampf gegen Nazis ist aber auch eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen. Ein einmaliges Bekenntnis “Gegen Nazis” hilft weder den Betroffenen von neonazistischer Gewalt noch dem gesellschaftlichen Diskurs gegen Ausgrenzung, Verdrängung und Diskriminierung. Diese Prozesse, entstehen in mitten der Gesellschaft, sie werden von ihr getragen und sind eine logische und praktische Folge der herrschenden Verhältnisse. Die Verantwortung bei „denen da oben“ suchen und die damit einhergehende Schaffung von Feindbildern, an denen sich vom Stammtisch bis zur angeblichen „Mitte der Gesellschaft“ alle abarbeiten können, gehört zur Grundlage konservativer, revisionistischer und rechter Politik. Die Verhältnisse und Gegebenheiten im Hier und Jetzt werden dabei nicht hinterfragt.

Antifaschismus und die Auseinandersetzung mit Nazis sind der Kampf ums Ganze – gegen die herrschenden Zustände.
Mit unserem Protest werden wir den Nazis und all ihren Verbündeten an diesem Tag kräftig einheizen. An uns kommt ihr nicht vorbei!

Die Zivilgesellschaft Oberhavels hat einen Mitstreiter verloren

Die Zivilgesellschaft Oberhavels hat einen Mitstreiter verloren.
Nach schwerer Krankheit verstarb der Kremmener Vorsitzende der Courage-Elser-Initiative für Zivilcourage und Mitglied im Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg, Burkhard Gräf.

Sein Engagement für ein würdevolles Gedenken des Antifaschisten Georg Elser und für eine starke Zivilgesellschaft in Oberhavel wird uns in Erinnerung bleiben.

Wir trauern mit der Familie und den Freunden von Burkhard.

Kurz vor seinem Tode führte er einen Rechtsstreit gegen den NPD-Kreistagsabgeordneten Detlef Appel und verlor diesen leider. Aus diesem Rechtskampf über zwei Instanzen und auch aus der Beerdigung sind hohe Kosten entstanden, welche die Familie nun tragen muss.

Es gibt ein Spendenkonto und wir rufen neben anderen dazu auf, dies zu nutzen und die Familie Gräf zu unterstützen.

Kontoinhaber: Courage-Elser-Initiative für Zivilcourage heute e.V.
Bank: GLS-Bank Bochum
Konto-Nr: 1130729400
Bankleitzahl: 430 609 67
Verwendungszweck: Burkhard

Emil Wendland – Am 01.Juli 1992 von Neonazis ermordet

Niemand ist vergessen!
Emil Wendland – Am 01.Juli 1992 von Neonazis ermordet

Am 01. Juli 1992 wurde im Neuruppiner Rosengarten der 50-jährige Emil Wendland von einer Gruppe Neonazis ermordet. Die Täter wollten einen „Assi klatschen“. Nachdem Sie ihn brutal misshandelten, stach der 21-jährige Haupttäter 7 Mal auf den bereits Bewusstlosen ein und tötete ihn so. In diesem Jahr jährt sich der Mord an Emil Wendland zum 20.Mal. Dies nehmen wir zum Anlass für eine Reihe von Veranstaltungen. So wird am 01.Juli ein Denkmal im Gedenken an Wendland enthüllt. Am 07.Juli werden wir eine antifaschistische Demo in Neuruppin veranstalten, die ein entschlossenes Zeichen gegen rechte Gewalt und soziale Ausgrenzung setzen und für eine solidarische Gesellschaft eintreten soll.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Neonazi-Aufmärsche und gerade in letzter Zeit Angriffe auf unsere Leute und das alternative Hausprojekt JWP Mittendrin in Neuruppin. Lassen wir die Brandenburger Genoss_innen nicht allein mit ihrem Naziproblem! Zeigt eure Solidarität!
Kommt zum Berliner Zugtreffpunkt!

Berliner Zugtreffpunkt:
07.07.2012 | 14:00 Uhr | S-Bahnhof Gesundbrunnen | Gleis 4 | Abfahrt: 14:22 Uhr

Antifa-Demo:
07.07.2012 | 15:30h | Bahnhof Reinsberger Tor (Neuruppin) | Flyer: hier

Unterstützt durch:
North-East Antifascists [NEA] | Antifa Initiative Nord-Ost [AINO] | Antifa
Gruppe Oranienburg [AGO]

mehr: hier.

Ein NPD-Abgeordneter auf Abwegen? Reimar Leibner und der „nationale Sozialismus“!

2004 spaltete sich der komplette NPD-Kreisverband Prignitz-Ruppin vom Landesverband ab. Ihr Chef war zeitgleich Landeschef der NPD, Mario Schulz. Der Grund war die Kandidatur des in Bosnien geborenen Safet Babic für die Europawahl 2004. Schulz wetterte gegen die NPD, da diese das „rassische Abstammungsprinzip“ verraten hätte, kritisierte: die NPD wäre zu multikulturell geworden. Anschließend gründete Schulz und seine Spalterkameraden die „Bewegung Neue Ordnung“ (BNO). Diese wechselte schnell ihr Label in den (inzwischen verbotenen) „Schutzbund Deutschland“ und der (mittlerweile aufgelösten) „Gesinnungsgemeinschaft Süd-Ost Brandenburg“(GSOBB). Während der Schutzbund im Norden aktiv war, war es die GSOBB im Süden. Nach dem Verbot des Schutzbundes sind inzwischen einige Mitglieder in der Kameradschaft „Freie Kräfte Neuruppin/Osthavelland“ (FKNRP) aktiv. Aus der GSOBB wurden die avantgardistischen „Spreelichter“. Seit der Spaltung durchzieht die Gruppierungen ein krasser Nationalsozialismus, so berief sich die BNO teilweise auf die 25-Punkte der NSDAP. Die Spreelichter treten als starke Kritiker der NPD auf und agieren z.T. gegen sie. Die NPD konnte seit 2004 keinen NPD-Kreisverband in der Prignitz neu installieren.
Doch was hat das nun mit dem Kreistagsabgeordneten und Stadtverordneten Reimar Leibner zu tun? (mehr…)

Marcel Fiedler wieder auf Bewährung – the never ending story

Wieder ist ein Oberhaveler Neonazi vor Gericht verurteilt. Wieder gab es keine Haftstrafe und es wurde unabhängig von vorherigen Taten, der Gefahr für die Gesellschaft und einem möglichen politischen Hintergrund, ein Urteil gefällt. Zum mutmaßlich sechsten Mal betraf es dabei den 27 Jährigen Hennigsdorfer Neonaziaktivisten Marcel Fiedler.
(mehr…)

Ausstellung: »Opfer rechter Gewalt«

12. bis 23. März | Die Ausstellung porträtiert 156 Menschen, die rechter Gewalt von 1990 bis 2010 zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremen kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung … 

Die Ausstellung ist werktags von 9-15 Uhr, Dienstag und Donnerstag bis 17 Uhr geöffnet und wird pädagogisch begleitet. Anmeldungen für Gespräche mit Schulklassen ab Stufe 9 sind im Vorfeld der Ausstellung per E-Mail unter register[at]fibb-oranienburg[.]de möglich oder unter der Telefonnummer (03301) 57 34 46 (Kreisjugendring Oberhavel). Anmeldungen werden bis Ende Februar entgegen genommen und gelten als bestätigt, wenn eine Rückmeldung durch den Förderverein für interkulturelle Bildung und Begegnung FiBB e.V. (Träger des Forums gegen Rassismus und rechte Gewalt) erfolgt.

Die Ausstellung wurde von Rebecca Forner in Zusammenarbeit mit dem Verein »Opferperspektive e. V.« und mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt. In Oberhavel wird sie vom »Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt«, unterstützt durch den Landkreis Oberhavel, gezeigt.  

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.opfer-rechter-gewalt.de

Veranstaltungsort
Louise-Henriette-Gymnasium
Dr.-Kurt-Schumacher-Str. 8
16515 Oranienburg

Telefon (03301) 59270
Telefax (03301) 592726

E-Mail: Schule@LHG-Oranienburg.de
www.lhg-oranienburg.de