Archiv der Kategorie 'Veranstaltung'

Kein Kiez für Nazis! Kein Thor-Steinar-Laden in Berlin Weissensee

Demo:
Fr. 18. November 2011, 17.30 Uhr, S-Bhf. Greifswalder Straße

Alle Infos: http://keinkiezfuernazis.blogsport.eu/

Am 28.Oktober 2011 eröffnete in der Berliner Allee 11 der Nazi-Laden „Tønsberg“. Der Laden vertreibt, wie schon sein gleichnamiger Vorgänger in Mitte, die rechte Bekleidungsmarke „Thor Steinar“. Bei „Thor Steinar“ handelt es sich nicht um ein beliebiges Fashionlabel. „Thor Steinar“-Kleidung transportiert rechte Botschaften in den öffentlichen Raum und kleidet Neonazis gleichzeitig so, das sie nicht offensichtlich als solche wahrgenommen werden können. Eine Ideologie, wie die des Nationalsozialismus, die von der Minderwertigkeit von Menschen ausgeht, können und wollen wir nicht hinnehmen.
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NPD-Bundesparteitag in Neuruppin stören!

Am kommenden Wochenende will die NPD in der Fontanestadt Neuruppin ihren Bundesparteitag abhalten. Nachdem sie 84 Absagen erhalten hat, war sie nun in Neuruppin erfolgreich.

Warum da hin?
Sicher ist – verhindert werden kann der Bundesparteitag wohl nicht. Doch gerade Neuruppin hat sich aktuell in Brandenburg zu einem Aktivraum für Neonazis entwickelt. Es gab in diesem Jahr zwei Neonaziaufmärsche (1,2), wobei einer verhindert wurde, die NPD konnte nach vier Jahren Krampf und Kampf einen NPD Stützpunkt aufbauen und es gab unzählige Propaganda- und auch Gewaltdelikte. Verantwortlich hierfür sind die neuen NPD-ler_innen, sowie die Kameradschaften „Freie Kräfte Neuruppin/Osthavelland“ und „Freie Kräfte Ost“. Erst am 05.11.2011 trafen sich zu einer „nicht angemeldeten“ Versammlung bis zu 70 Neonazis aus Berlin und Brandenburg in der Nähe von Neuruppin – Vermutung hierbei: ein Neonazikonzert. (mehr…)

„In Verantwortung, dass so etwas nie wieder geschieht“

Heute fand eine Gedenkkundgebung der jüdischen Gemeinde Oranienburg, der Stadt Oranienburg und Anderen an der Havelstraße 6 statt. Wir versammelten uns am Gedenkstein für das zerstörte Betshaus, welches Opfer der Reichspogromnacht von 1938 wurde. Dort legten wir gemeinsam mit anderen politischen und gesellschaftlichen Institutionen Kränze nieder um den jüdischen Opfern dieser Nacht zu gedenken. Auf der Kundgebung gab es Redebeiträge durch den Bürgermeister von Oranienburg Hans-Joachim Laesicke, Prof. Hajo Funke und auch ein Gebet des Landesrabbiner Shaul Nekrich.
An der Kundgebung nahmen mehr als 60 Personen teil. Anschließend zogen sie an einigen Stolpersteinen vorbei, die an Deportierte erinnern, weiter zum jüdischen Friedhof Oranienburg, wo der Landesrabbiner Shaul Nekrich erneut ein Gebet sprach. (mehr…)

Feindbild Islam – Antimuslimische Einstellungen in der Gesellschaft

Vortrag und Diskussion mit der Islamwissenschaftlerin Ilka Eickhof

DO 10.11.11 | Beginn: 18:30 Uhr | Gemeindehaus der Evangelisch-methodistischen Kirche | Julius-Leber-Str. 26, 16515 Oranienburg

Bundespräsident Wulff erklärte im letzten Jahr, dass auch der Islam inzwischen zu Deutschland gehöre. Pro-Bewegungen, islamfeindliche Internetblogs, die sogenannte „Sarrazin-Debatte“ und Diskussionen zu Moscheebauten lassen allerdings Zweifel aufkommen, ob dieser Gedanke auch von der Mehrheit der deutschen Gesellschaft getragen wird. Auch die Medienberichterstattung trägt dazu bei, dass der Islam in der öffentlichen Wahrnehmung als Problem erscheint. Zusätzlich bestätigen Studien ein auffallend hohes Ablehnungsverhalten der deutschen Mehrheitsgesellschaft gegenüber MuslimInnen. In einer repräsentativen Umfrage stimmte fast jeder zweite der Befragten der Aussage zu, „es lebten zu viele Muslime in Deutschland“. Die Islamwissenschaftlerin Ilka Eickhof spricht über Islamophobie und antimuslimischen Rassismus. Was bedeutet es, wenn Menschen aufgrund ihrer angenommenen Zugehörigkeit zum Islam abgewertet oder ausgegrenzt werden? Welche Rolle spielen rassistische Denkweisen in der Debatte über den Islam in Deutschland?
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Gedenken an Erich Mühsam

An dem heutigen Sonntag, den 10.Juli, haben wir uns in der Berliner Straße versammelt, um an den Dichter und Anarchisten zu gedenken, der in der Nacht vom 09./10.7.33 von der bayerischen SS-Wachmannschaft des „wilden“ KZ Oranienburg ermordet wurde.

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Leben und Wirken
Am 6. April 1878 wird Erich Mühsam als Sohn eins jüdischen Apothekers Siegfried Seligmann und dessen Frau Rosalie (geb. Cohn) geboren. Schon in seiner Schulzeit fällt er als Querdenker auf und wird vom Gymnasium wegen „sozialistischer Umtriebe“ verwiesen. 1901 lässt er sich als freier Schriftsteller in Berlin nieder und schließt sich der Dichtergruppe „Neue Gemeinschaft“ an, wo er sich mit Gustav Landauer (1870-1919) anfreundete, der ihn mit der kommunistisch-anarchistisc​hen Bewegung bekannt machte. In den Jahren 1901-1904 entwickelt Mühsam sich zum Vertreter des „Literarischen Anarchismus“. In diesem Stil verschmolzen theoretische Ansätze bedeutendster Anarchist_innen, wie Pierre Joseph Proudhon (1809-1865), Michail A. Bakunin (1814-1876) und Pjotr A. Kropotkin (1842-1921), so wie Elemente des bürgerlichen Individualismus, frei nach Max Stirner (1806-1856) und Friedrich Nietzsche. Mühsam übt hierbei Kritik an bürgerlichen Normen und staatlichen Zwängen – Gedanken, die wohl heute noch diskussionswürdig sind.

Mühsams frühe politische Ausrichtung ist nicht klar zu definieren. Formen des Marxismus lehnte er jedoch wegen autoritärer Züge an, die deutsche Sozialdemokratie kritisierte Mühsam jedoch auf Grund derer bürgerlicher Tendenzen. Schon früh entwickelt Mühsam eine Verbundenheit mit den sozial Benachteiligten, sodass er auf die „Revolte des Subproletariats“, eine revolutionäre Umwälzung von unten, setzte. 1909 gründet Mühsam in München die „Gruppe Tat“ zur „Agitation des Subproletariats“. Etwa zur selben Zeit wohnt er in München-Schwabing und ist eine Zentralfigur der Schwabinger Bohème. Ein Jahr später war er wegen „Geheimbündelei“ von Repression betroffen. (mehr…)

Kein Naziaufmarsch in Neuruppin!


Rechte Demo am 9. Juli soll verhindert werden

Am 9.7. wollen die Freien Kräfte in Neuruppin/Osthavelland erneut durch die Fontanestadt marschieren. In der Vergangenheit konnten sie dies auch dank krasser Polizeigewalt. Über die Jahre haben sich die regelmäßigen rechten Aufzüge zu den größten Brandenburgs entwickelt, jeweils kamen bis zu 400 Teilnehmer_innen nach Neuruppin. Der jährliche Termin scheint sich zum größten regelmäßigen Naziaufmarsch in Brandenburg zu entwickeln.

Treffpunkt für die Fahrt aus Richtung Berlin:

8:00 Uhr Bhf Gesundbrunnen (S-Bahn-Gleis)
8:22 Uhr Abfahrt
8:47 Uhr Ankunft Hennigsdorf – Umsteigen
8:51 Uhr Abfahrt
9:26 Uhr Ankunft in Neuruppin

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PM: Gutschein-Boykott

Quelle: http://uri.blogsport.de/

Für den 1.6.2011 planen die Bewohner_innen des Flüchtlingsheims Stolpe Süd einen Boykott der ihnen monatlich ausgezahlten Wertgutscheine. Das Sozialamt wurde bereits postalisch informiert, dass es die Leistungen für Juni als Bargeld auszahlen soll und die Erniedrigung und Ausgrenzung durch Gutscheine nicht weiter hingenommen werden.

Um diesen Boykott zu unterstützen und unserem Protest gegen das Gutscheinsystem Ausdruck zu verleihen, wird es am 1.6., ab 7 Uhr eine Kundgebung vor dem Flüchtlingslager Stolpe Süd in Hennigsdorf geben. An diesem Tag sollen ab ca. 9 Uhr die Gutscheine für Juni verteilt werden. Treffpunkt für Unterstützer_innen ist 8 Uhr S-Bahnhof Hennigsdorf. Des Weiteren wird am 3.6. um 15 Uhr eine Kundgebung auf dem Postplatz direkt beim S-Bahnhof in Hennigsdorf stattfinden.
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Wir feiern Geburtstag!