Archiv der Kategorie 'Zivilgesellschaft'

„In Verantwortung, dass so etwas nie wieder geschieht“

Heute fand eine Gedenkkundgebung der jüdischen Gemeinde Oranienburg, der Stadt Oranienburg und Anderen an der Havelstraße 6 statt. Wir versammelten uns am Gedenkstein für das zerstörte Betshaus, welches Opfer der Reichspogromnacht von 1938 wurde. Dort legten wir gemeinsam mit anderen politischen und gesellschaftlichen Institutionen Kränze nieder um den jüdischen Opfern dieser Nacht zu gedenken. Auf der Kundgebung gab es Redebeiträge durch den Bürgermeister von Oranienburg Hans-Joachim Laesicke, Prof. Hajo Funke und auch ein Gebet des Landesrabbiner Shaul Nekrich.
An der Kundgebung nahmen mehr als 60 Personen teil. Anschließend zogen sie an einigen Stolpersteinen vorbei, die an Deportierte erinnern, weiter zum jüdischen Friedhof Oranienburg, wo der Landesrabbiner Shaul Nekrich erneut ein Gebet sprach. (mehr…)

Feindbild Islam – Antimuslimische Einstellungen in der Gesellschaft

Vortrag und Diskussion mit der Islamwissenschaftlerin Ilka Eickhof

DO 10.11.11 | Beginn: 18:30 Uhr | Gemeindehaus der Evangelisch-methodistischen Kirche | Julius-Leber-Str. 26, 16515 Oranienburg

Bundespräsident Wulff erklärte im letzten Jahr, dass auch der Islam inzwischen zu Deutschland gehöre. Pro-Bewegungen, islamfeindliche Internetblogs, die sogenannte „Sarrazin-Debatte“ und Diskussionen zu Moscheebauten lassen allerdings Zweifel aufkommen, ob dieser Gedanke auch von der Mehrheit der deutschen Gesellschaft getragen wird. Auch die Medienberichterstattung trägt dazu bei, dass der Islam in der öffentlichen Wahrnehmung als Problem erscheint. Zusätzlich bestätigen Studien ein auffallend hohes Ablehnungsverhalten der deutschen Mehrheitsgesellschaft gegenüber MuslimInnen. In einer repräsentativen Umfrage stimmte fast jeder zweite der Befragten der Aussage zu, „es lebten zu viele Muslime in Deutschland“. Die Islamwissenschaftlerin Ilka Eickhof spricht über Islamophobie und antimuslimischen Rassismus. Was bedeutet es, wenn Menschen aufgrund ihrer angenommenen Zugehörigkeit zum Islam abgewertet oder ausgegrenzt werden? Welche Rolle spielen rassistische Denkweisen in der Debatte über den Islam in Deutschland?
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Don Quijote zieht weiter durch Oberhavel

.Das Oberhaveler Pendant zu Don Quijote hat wieder zugeschlagen und diesmal sich wahrlich an die optische Täuschung seiner literarischen Vorlagen gehalten. Er schlug und schlägt auf einen Drachen ein, den es real nicht gibt, glaubt aber wie die Kunstfigur an dessen Realität und hackt ums andere Mal nach. Gemeint ist der böse „Linksextremismus“ im Landkreis Oberhavel.

Helmuth „Don Quijote“ Reitmayer und seine Sancho Pansas aus der FDP Oberhavel erhalten derzeit irritierender Weise eine Möglichkeit nach der anderen um die Bürger_innen Oberhavels zu erklären, wo der Feind steht. Doch gehen wir der Reihenfolge nach vor.
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Don Quijote meets Oberhavel?

Der „Extremismusdiskurs“ erreichte Oberhavel wie ein Tsunami und zerstört allmählich die Zusammenarbeit von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, welche sich bei ihrer Gründung einmal dafür aussprachen, Neonazis und anderen Rassist_innen gemeinsam den Kampf anzusagen. Doch fangen wir mit dem Beben vor dem Tsunami an.
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Die unendliche Geschichte einer Diskriminierung – Antisemitismus heute

Vortrag von Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung
DO 11.11.2010
Beginn: 18 Uhr
Evangelisch-methodistische Kirche Oranienburg,
Julius-Leber-Str. 26, 16515 Oranienburg
Eintritt frei!

Durch die Machtübernahme der Nazis im Jahre 1933 fanden jüdische Gemeinden in Brandenburg ein jähes Ende. Diejenigen Mitglieder, die nicht im Exil Zuflucht suchten, wurden vertrieben und ermordet. Thora und Talmud, Rabbiner und Chanukka: Die meisten Nichtjuden wissen heute sehr wenig über die jüdische Religion und ihre Traditionen. Sie können sich jüdisches Leben, wie es vor dem Holocaust in Deutschland stattgefunden hat, gar nicht mehr vorstellen. Dennoch stimmen laut Bevölkerungsumfragen 14 Prozent der brandenburgischen Bevölkerung der These zu, dass „der Einfluss der Juden auch heute noch zu groß sei“, dabei leben z.B. in Potsdam gerade einmal 800 Bürger jüdischen Glaubens. Woher rührt dieser Antisemitismus? Wie verbreitet sind antisemitische Vorstellungen?
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Veranstaltungstipp: „Rassismus auf dem Rasen – Fußball rechts außen“

Vortrag von Gerd Dembowski, Autor und Journalist
DO 23.09.2010
Beginn: 18 Uhr
Evangelisch-methodistische Kirche Oranienburg,
Julius-Leber-Str. 26, 16515 Oranienburg
Eintritt frei!

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Wenn eine Suppe versalzen ist, kann mensch sie nicht durch weiteres Salz retten.

Nationalismus und Rassismus in der Zivilgesellschaft Oberhavels

Es ist schon erstaunlich, was wir als lokale Dorf-Antifagruppe immer wieder lesen und hören dürfen. Ob es direkte Anfeindungen sind, in dem Transparente von befreundeten Gruppen in Demoauflagen verboten werden oder Anti-Naziakteure gegen die „schwarze Mafia aus Berlin“ bzw. den „Hausbesetzern aus Kreuzberg“ hetzen. Grundlegend gibt es mit einigen Gruppen und Initiativen in Oberhavel Probleme in der Zusammenarbeit gegen „Rechts“, aber nicht nur aus dem Grund, dass diese autonome Politik nicht verstehen und diese diskreditieren. Ein viel größeres Problem stellt der Inhalt dar, den solche Gruppen rausposaunen. Gruppen aus Oberhavel, bzw. Sprecher_innen dieser fordern laut einem MAZ-Artikel den Nationalismus sich nicht von Neonazis „wegnehmen zu lassen“ sondern stattdessen diese „positiv zu besetzen“.
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Wenn die Säulen kippen…die NPD auf der Straße und im Kreistag

Die Woche, in der die selbsternannte „wehrhafte Demokratie“ sich lächerlich machte ist nun zu Ende. Begonnen hatte alles mit drei angemeldeten Kundgebungen der JN Oranienburg, an jedem der Tage fanden sich mal weniger und mal mehr Protestierende ein.
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