Archiv Seite 2

20 Jahre nach den Pogromen. Das Problem heißt Rassismus.

Vor 20 Jahren eskalierten im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen die Angriffe eines rassistischen Mobs auf die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und eine benachbarte Vertragsarbeiter_innen-Unterkunft zum größten Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte.
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Hausdurchsuchung bei Antifas war rechtswidrig! Alles nochmal auf einem Blick.

Landesgericht Neuruppin: Hausdurchsuchung war rechtswidrig!

Am 20. Juni 2012 ließ das Landesgericht Neuruppin verkünden, dass die Hausdurchsuchung bei Mitglieder*innen der Antifa Gruppe Oranienburg am 01.02.2012 rechtswidrig war. Nachdem der erste Widerspruch vom Amtsgericht Neuruppin abgewendet wurde (wir erinnern: das war das Gericht, welches die Hausdurchsuchung abgesegnet hatte), sprach der Beschluss der Beschwerde in zweiter Instanz eine deutliche Sprache.Das Landgericht schrieb: „auf die Beschwerde des Beschuldigten […] wird festgestellt, dass der Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts vom 05.01.2012 […] rechtswidrig ist und […] der Beschluss des Amtsgerichts Neuruppin vom 02.04.2012 aufgehoben (wird)“.

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Emil Wendland – Am 01.Juli 1992 von Neonazis ermordet

Niemand ist vergessen!
Emil Wendland – Am 01.Juli 1992 von Neonazis ermordet

Am 01. Juli 1992 wurde im Neuruppiner Rosengarten der 50-jährige Emil Wendland von einer Gruppe Neonazis ermordet. Die Täter wollten einen „Assi klatschen“. Nachdem Sie ihn brutal misshandelten, stach der 21-jährige Haupttäter 7 Mal auf den bereits Bewusstlosen ein und tötete ihn so. In diesem Jahr jährt sich der Mord an Emil Wendland zum 20.Mal. Dies nehmen wir zum Anlass für eine Reihe von Veranstaltungen. So wird am 01.Juli ein Denkmal im Gedenken an Wendland enthüllt. Am 07.Juli werden wir eine antifaschistische Demo in Neuruppin veranstalten, die ein entschlossenes Zeichen gegen rechte Gewalt und soziale Ausgrenzung setzen und für eine solidarische Gesellschaft eintreten soll.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Neonazi-Aufmärsche und gerade in letzter Zeit Angriffe auf unsere Leute und das alternative Hausprojekt JWP Mittendrin in Neuruppin. Lassen wir die Brandenburger Genoss_innen nicht allein mit ihrem Naziproblem! Zeigt eure Solidarität!
Kommt zum Berliner Zugtreffpunkt!

Berliner Zugtreffpunkt:
07.07.2012 | 14:00 Uhr | S-Bahnhof Gesundbrunnen | Gleis 4 | Abfahrt: 14:22 Uhr

Antifa-Demo:
07.07.2012 | 15:30h | Bahnhof Reinsberger Tor (Neuruppin) | Flyer: hier

Unterstützt durch:
North-East Antifascists [NEA] | Antifa Initiative Nord-Ost [AINO] | Antifa
Gruppe Oranienburg [AGO]

mehr: hier.

Frühe Aktivitäten der NPD Oberhavel zu den Wahlen

Es ist zwar noch ein Jahr bis zur Bundestagswahl und zwei Jahre bis zur Kommunal- und Landtagswahl im Land Brandenburg, doch die NPD Oberhavel bereitet sich nun doch langsam drauf vor. Festzustellen ist eine gesteigerte Aktivität auf Demonstrationen [1] seitens NPD-Mitglieder*innen, dem Verteilen und Verkleben von Aufklebern, sowie ihrer druckfrischen „Oberhavel Stimme“ und der gesteigerten Aktivitäten im Internet.
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Bundesweites Antifa-Camp vom 24.08.- 02.09.2012 in Dortmund

Warum Dortmund

Dortmund ist seit Jahren für sein Naziproblem bekannt. Der sogenannte “Nationale Antikriegstag” hat ähnlich wie das faschistische “Gedenken” an die Bombardierung Dresdens bundesweite Bedeutung für die Naziszene. Zudem machen Dortmunder Nazistrukturen, wie der “Nationale Widerstand Dortmund (NWDO)” und die “Skinhead-Front Dorstfeld”, immer wieder durch offensive Aktionen, bewaffnete Übergriffe und Anschläge von sich reden. Im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld haben sich neonazistische Strukturen über Jahre hinweg durch mehrere Wohngemeinschaften und das “Nationale Zentrum” ausbreiten können.
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Ein NPD-Abgeordneter auf Abwegen? Reimar Leibner und der „nationale Sozialismus“!

2004 spaltete sich der komplette NPD-Kreisverband Prignitz-Ruppin vom Landesverband ab. Ihr Chef war zeitgleich Landeschef der NPD, Mario Schulz. Der Grund war die Kandidatur des in Bosnien geborenen Safet Babic für die Europawahl 2004. Schulz wetterte gegen die NPD, da diese das „rassische Abstammungsprinzip“ verraten hätte, kritisierte: die NPD wäre zu multikulturell geworden. Anschließend gründete Schulz und seine Spalterkameraden die „Bewegung Neue Ordnung“ (BNO). Diese wechselte schnell ihr Label in den (inzwischen verbotenen) „Schutzbund Deutschland“ und der (mittlerweile aufgelösten) „Gesinnungsgemeinschaft Süd-Ost Brandenburg“(GSOBB). Während der Schutzbund im Norden aktiv war, war es die GSOBB im Süden. Nach dem Verbot des Schutzbundes sind inzwischen einige Mitglieder in der Kameradschaft „Freie Kräfte Neuruppin/Osthavelland“ (FKNRP) aktiv. Aus der GSOBB wurden die avantgardistischen „Spreelichter“. Seit der Spaltung durchzieht die Gruppierungen ein krasser Nationalsozialismus, so berief sich die BNO teilweise auf die 25-Punkte der NSDAP. Die Spreelichter treten als starke Kritiker der NPD auf und agieren z.T. gegen sie. Die NPD konnte seit 2004 keinen NPD-Kreisverband in der Prignitz neu installieren.
Doch was hat das nun mit dem Kreistagsabgeordneten und Stadtverordneten Reimar Leibner zu tun? (mehr…)

Marcel Fiedler wieder auf Bewährung – the never ending story

Wieder ist ein Oberhaveler Neonazi vor Gericht verurteilt. Wieder gab es keine Haftstrafe und es wurde unabhängig von vorherigen Taten, der Gefahr für die Gesellschaft und einem möglichen politischen Hintergrund, ein Urteil gefällt. Zum mutmaßlich sechsten Mal betraf es dabei den 27 Jährigen Hennigsdorfer Neonaziaktivisten Marcel Fiedler.
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Ausstellung: »Opfer rechter Gewalt«

12. bis 23. März | Die Ausstellung porträtiert 156 Menschen, die rechter Gewalt von 1990 bis 2010 zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremen kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung … 

Die Ausstellung ist werktags von 9-15 Uhr, Dienstag und Donnerstag bis 17 Uhr geöffnet und wird pädagogisch begleitet. Anmeldungen für Gespräche mit Schulklassen ab Stufe 9 sind im Vorfeld der Ausstellung per E-Mail unter register[at]fibb-oranienburg[.]de möglich oder unter der Telefonnummer (03301) 57 34 46 (Kreisjugendring Oberhavel). Anmeldungen werden bis Ende Februar entgegen genommen und gelten als bestätigt, wenn eine Rückmeldung durch den Förderverein für interkulturelle Bildung und Begegnung FiBB e.V. (Träger des Forums gegen Rassismus und rechte Gewalt) erfolgt.

Die Ausstellung wurde von Rebecca Forner in Zusammenarbeit mit dem Verein »Opferperspektive e. V.« und mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt. In Oberhavel wird sie vom »Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt«, unterstützt durch den Landkreis Oberhavel, gezeigt.  

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.opfer-rechter-gewalt.de

Veranstaltungsort
Louise-Henriette-Gymnasium
Dr.-Kurt-Schumacher-Str. 8
16515 Oranienburg

Telefon (03301) 59270
Telefax (03301) 592726

E-Mail: Schule@LHG-Oranienburg.de
www.lhg-oranienburg.de